Synergetik – Bewusstsein
Marina Stachowiak
64385 Reichelsheim.
MarinaStachowiak@aol.com
www.synergetik-bewusstsein.de

Gutachten zur Erlangung des Berufsabschlusses
als Synergetik Therapeutin
„H....... ......“


Schriftliche Supervision
H. ..... ist sehr gut in der Lage, das synergetische Basishandwerkszeug in angemessener Weise geschickt und flexibel anzuwenden und vermag es mit ihrer herzlichen und lockeren Art dem Sitzungsverlauf eine flüssige Note zu geben. Sie begleitet mit hoher Sensibilität und Einfühlungsvermögen, aber auch durchaus bestimmt und kraftvoll, um in Transformationsprozesse zu führen und sie in energetisch angemessener Weise zu begleiten.
Sowohl die bisherigen Supervisionen und praktischen Übungen in den Kleingruppen als auch ihre Begleitung im Beispiel der schriftlichen Supervision zeigt, dass H....... die Anwendung des Basishandwerkszeugs beherrscht und den Klienten souverän durch die Sitzung zu führen vermag.
In der Aufdeckungsphase lässt sie viel Raum zum Beschreiben des Symbolraumes und der Energiebilder und erklärt dem Klienten in kurzen und einfachen Sätzen die arbeitstechnische Vorgehensweise. Dabei bezieht sie das Thema stets mit ein, um das Unbewusste anzuregen, sich dem Thema gemäß auszudrücken. Auch im weiteren Verlauf erinnert sie den Klienten immer wieder an sein Thema und gibt sehr schöne kurze und prägnante Übersichten und Zusammenfassungen (z. B. auf Seite 13).
H..... folgt souverän dem Energiefluss des Klienten, stellt Y-Fragen und greift jeweils den letzten Impuls auf. Dabei fragt sie den Klienten immer wieder nach seinem eigenen Verständnis und fordert ihn gegebenenfalls auf, nachzufragen und einzufordern, sowie in direktem Kontakt mit den Energiebildern zu sein (adressierte Rückkoppelung).
Obwohl H....... in ihrer Ausbildung als Profilerin noch am Anfang steht, wendet sie in der Sitzung bereits eine Reihe von Elementen aus dem Profiling an. Sie erwähnt das Profiling auch während der Sitzung gegenüber ihrem Klienten. Die Besonderheit der Sitzung speist sich gerade durch die am Profiling angelehnte Art der Aufdeckung der Hauptsituationen auf der Prägungsebene, die ausschlaggebend für die Symptomatik des Klienten waren sowie durch die transformatorische Arbeit während der Sitzung, die es für den Klienten ermöglicht, symptomfrei zu werden und auch nachhaltig zu bleiben.

Unsicherheiten in H...... praktischer Arbeit sehe ich lediglich an denjenigen Stellen, wo sie empathisch versucht ist, durch eigene Vorschläge oder Vorgaben dem Klienten auf die Sprünge zu helfen. Der Prozess könnte an solchen Stellen tiefer verlaufen, wenn die Energiebilder selbst tiefer berührt sind (so etwa auf Seite 15 die Vorgabe, ob Klient das Gras mähen möchte oder auf S. 16 die Vorgabe, dass Klient seine Taschentücher verbrennen kann. Die Idee zu einem magischen Ritual ist gut, aber besser, es kommt von selbst).
Unsicherheiten scheinen in der schriftlichen Supervision auch an Punkten zu sein, wo es um Perspektivwechsel bzw. Symmetriebrüche geht (Klient ruhig in die Energiebilder rein gehen lassen, das führt nicht nur zu neuen Sichtweisen, sondern auch zu tieferen Berührungen. Kippbilder aufzeigen). Diesbezüglich ist anfangs auch im Verlauf der Session unklar, wann genau der Klient im Energiebild des Erwachsenen oder des Kindes ist (hier ruhig auch wechseln lassen, die Gefühle des Kindes können tiefer empfunden werden, wenn Klient im Energiebild des Kindes ist, wenn er „aus seinen Augen schaut“). Aus der sonstigen praktischen Arbeit H....... in den Kleingruppen, sowie auch aus ihren praktischen Supervisionen weiß ich jedoch, dass sie die Techniken des Perspektivwechsels beherrscht.
Die Mentalblende stellt sich nicht eindeutig dar. Statt in der Zukunft landet der Klient im Jahr 2002 und kann auch ein genaues Datum angeben. Wenn solche präzisen Daten kommen, vielleicht lieber nachfragen, was es mit diesem speziellen Datum auf sich hat.
Das Wiederaufsuchen der bereits bearbeiteten Situationen hat H....... so lange wiederholt, bis die Situationen endgültig gekippt sind und den Klienten darüber auch stets in Kenntnis gesetzt. Am Schluss, aber auch während der Sitzung, hat sie die Transformationsprozesse immer wieder am Symbolraum getestet und überprüft und diese Vorgehensweise dem Klienten stets auch aufgezeigt.
Insgesamt ist die Sitzung sehr schön begleitet und bis zur Transformation bearbeitet worden. Auch zeugt die nachhaltige Auflösung der Symptomatik des Klienten von der erfolgreichen Arbeit, die H....... hier geleistet hat.

Schriftliche Arbeit
H....... ausgesprochen kreative schriftliche Arbeit stellt das Grundprinzip der synergetischen Arbeit in der Innenwelt dar. Anhand einer Geschichte, die sie als Erlebnisbericht aus einer Innenweltzeitung aufbaut, ist der Verlauf einer synergetischen Therapiesitzung aufgezeigt. Ein innerer Anteil stellt aus seiner Perspektive dar, wie das menschliche Bewusstsein in die Innenwelt gelangt und wie es sie erfährt.
Die Geschichte weist die verschiedenen Beziehungsmuster in der Innenwelt auf und macht ihren strukturellen ganzheitlichen Charakter deutlich. Humorvoll und mit Leichtigkeit ist es H....... dabei auch gelungen, das Prinzip der Selbstorganisation aufzuzeigen und die Geschichte mit einem Wort abzuschließen, welches durchaus als Resultat der Synergetik Therapie gelten darf: „Lebensfreude“.
Ich möchte H....... Geschichte mit ihrem Einverständnis gerne in meine Sammlung synergetischer Geschichten und Aufsätze aufnehmen, die geeignet sind, sie der allgemeinen Öffentlichkeit zu Zwecken der Information und der Werbung zu präsentieren.

Gesamtentwicklung
In der gesamten Entwicklung zur Synergetik Therapeutin habe ich H....... als sehr offen und interessiert erlebt. Sie war immer bereit, Neues dazu zu lernen und hat das Gelernte sofort in die praktische Arbeit umzusetzen gewusst. Sie hat stets meine Hinweise und Ratschläge zur Optimierung ihrer Kompetenz aufgegriffen und sichtbar integriert.
In den Kleingruppen gehörte sie zu denjenigen, die beim Begleiten den Kontakt immer zu mir gehalten haben und damit die Kommunikation untereinander sowie die Lernsituation als solche wertgeschätzt und durch das eigene Verhalten gefördert haben.
H....... Arbeitsresultate, aber insbesondere auch ihre hohe Achtung, die sie vor der synergetischen Arbeit und der Innenwelt des Menschen hat, sind sehr erfreulich.
Ich bin davon überzeugt, dass sie eine hervorragende Synergetik Therapeutin ist und auch weiterhin lernfreudig und offen sein wird, um die synergetische Methode gemeinsam mit weiter zu entwickeln und in die Welt zu tragen.


(Mentorin)