Die Aufmerksamkeit ist ein Kriterium der Symmetriebrechung

Man kann das Umschlagen von Wahrnehmung von einem Inhalt zum anderen nicht willentlich verhindern. Die Dauer läßt sich etwas beeinflussen, aber der Wahrnehmungsinhalt schlägt dann doch um. Die Sättigung der Aufmerksamkeit wird erreicht: ein Umschlag ist die Folge. Durch die vorangegangene Wahrnehmung wird eine Voreingenommenheit bestimmt, dies beeinflußt den Umkippzeitpunkt. Die rhythmischen Umschlagperioden sind auch von der Größe des Objektes abhängig.

Die Mehrdeutigkeit dieser Umkehrfiguren rührt von der parallelperspektivischen Darstellung. Es bleibt offen, welche Linien vorne und welche hinten liegen.

So wurde beim Necker-Würfel festgestellt, je größer er war, umso stärker schwankten die Wahrnehungsperioden. Sie sind abhängig von den Schwankungen der Aufmerksamkeitsparameter. Es ist offenbar so, daß bei einem kleinen Würfel die Aufmerksamkeit weniger schwankt als bei einem großen Würfel. Bei ihm muß das Auge mehr Suchbewegungen machen und damit ist die Aufmerksamkeit stärkeren Schwankungen unterworfen.

Das Synergetik Therapie Institut untersucht in den Einzelsitzungen individuelle Wahrnehmungsmuster des Klienten, die überwiegend aus tiefen verborgenen Schichten kommen, dem Bewußtsein nicht direkt zugänglich sind und daher von diesem oftmals mit Erstaunen kommentiert werden. Die individuellen Hintergründe von Krankheiten sind immer an den individuellen kranken Menschen gekoppelt und ein Gesamtausdruck von ihm. Daher dürfen einzelne Ausdrücke, wie z.B. seine Symptome nicht isoliert gesehen werden oder sogar bekämpft werden, sondern der gesamte Kontext ist so vom Klienten selbst abzuändern, daß seine Symptome wie Warnlampen erlöschen. Das gesamte abgespeicherte Material ist oft so komplex, daß es nur am Ende einer Sitzung als Gesamtstruktur wahrgenommen wird. Daher ist es hilfreich, die komplette Einzelsitzung auf Kassette aufzuzeichnen und der Klient hört sie sich in seinem normalen Wachbewußtsein noch einmal an. Dabei ist die reflektorische Leistung der linken Gehirnhälfte ausgeprägter. Klienten berichten häufig nach dem erneuten Anhören der Einzelsitzung, daß sie den umfangreichen Zusammenhang ihrer Krankheit erkennen konnten und tiefgreifenden „Aha“-Erlebnisse gehabt hätten.
Dieses Bewußtwerden ist zwar nicht primär wichtig für den Selbstheilungsvorgang, aber sehr hilfreich den eigenen Weg mit sinnvollem Inhalt zu füllen und sich immer mehr von destruktiven eingefahrenen Verhaltensweisen zu verabschieden.

Männlich oder weiblich?
Welche Gefühle und Stimmungen drücken beide aus?
Durch die innere Einstellung werden bestimmte Sachverhalte in das Bild
hineininterpretiert? Oder herausgeholt!

In ausdrucklose Gesichter werden eigene Gemütszustände hineinprojeziert. Bild aus dem thematischen Apperzeptionstest, der 1935 am Institut für Klinische Psychologie an der Harvard Universität entwickelt wurde. Ähnlich wie mit dem Rohrschachtest sollen mit diesem projektiven Test unbewußte Konflikte und Gedanken entdeckt werden.
Tatsächlich sehen die Gesichter weder traurig noch fröhlich aus, doch bei der Beantwortung der Frage, muß die innere Symmetrie gebrochen werden. Die Symmetriebrechung kann aber nur durch zusätzliche Informationen aus dem abgespeicherten eigenen Inneren geliefert werden. Der eigene Seelenzustand bestimmt den Kontext - und wird in den Äußerungen sichtbar.
Machen Sie den Test im Bekanntenkreis und Sie werden sich wundern, was der einzelne alles sieht und dadurch über sich zu erkennen gibt. Jeder liest das aus dem Bild heraus, wozu er innerlich bereits disponiert war. Dieser Art von Voreingenommenheit ist jeder Mensch ständig ausgesetzt. Erkennen heißt nämlich, daß wir neue Erfahrungen ständig mit dem verknüpfen, was bereits früher als „Erfahrung“ abgespeichert war.
Das heißt aber auch in der logischen Konsequenz, wenn wir dem Menschen eine Augenbinde aufsetzen, ihn in Tiefenentspannung versetzen, sodaß er die Möglichkeit hat, nach Innen zu schauen, betrachtet er sein eigenes abgespeichertes Material, das sich nicht mehr mit Ausseninformationen vermischt und verbindet. Wenn wir dann noch über Geräusche akustische Provokationen in sein Gehirn hineingeben, wird er dadurch gezwungen, aus-schließlich eigenes Material freizugeben, d.h. der Klient sieht seine „innere Wirklichkeit“.
Diese Innenweltreise darf nicht durch Vorgaben verfälscht werden, da ja sonst der Begleiter führt und er wieder seine Sichtweise und Muster hineinbringt, sondern die Reise muß ein freier Fluß der eigenen Assoziationen, Bilder und Gefühle sein. Dadurch werden zusammenhängende Muster sichtbar, die Basis für seine individuellen Reaktionen sind.
Manche Katzenallergiker reagieren schon beim Anblick einer Katze - das Bild der Katze geht direkt ins Gehirn - und seine körperlichen Reaktionen sind oftmals sichtbar. Dieses und ähnliche Beispiele, zeigen sehr deutlich, die Verbindung der Seelenbilder mit den Körperreaktionen.

Wir fassen zusammen:

Jede Wahrnehmung gelangt über die verschiedenen Sinne - die als Türen zur Innenwelt (Gehirn, Psyche, Seele, Unterbewußtsein oder sonst ein Begriff) bezeichnet werden können, in bereits vorhandene Informationsnetzwerke. Sie gehen sofort eine Wechselwirkung damit ein. Wie diese neue Information gewertet wird und welche Schlußfolgerungen daraus gezogen werden, welche bewußte Handlung damit einhergeht, ist immer sehr individuell. Aber auch körperliche Reaktionen geschehen zeitgleich. Das Unterbewußtsein reguliert ohne unser bewußtes zutun, alle hochkomplexen biochemischen Körperprozesse und Reaktionen.

 

 

Einfaches Beispiel:

Alle evolutionär bedingten unbewußten Reaktionen, Reflexe und Verhaltensweisen entspringen bestimmten Gehirnbereichen und können über Aussenreize - aber auch über innere Bilder, bewußte Vorstellungen - angeregt werden.

US-Ärzte schrieben das einmillionste Rezept für die Pille Viagra aus. Nach einer Fokusumfrage vom Mai 98 wollen 37% der Deutschen, daß diese teure Pille von der Krankenkasse bezahlt wird - doch mittlerweile meldet die Gesundheitsbehörde FDA im Zusammenwirken mit Herzmitteln sechs Tote.
Psychotherapeuten empfehlen jedoch Verhaltenstherapie, um die weitverbreiteten Erektionsstörungen und Impotenz aufzuarbeiten.

Gehen wir bewußt in unsere Innenwelt, so nehmen wir ausschließlich unsere vorhandenen abgespeicherten Informationen war. Ist dort eine Störung sichtbar, kann sie direkt dort auch synergetisch verändert werden.

Eine Antwort auf einen Aussenreiz ist somit immer eine Mischung aus eigenen persönlichen Mustern oder Weltsicht und den „objektiven“, d.h, oft kulturellen Übereinkünften. Alles was Sie sagen und was Sie tun, zeigt etwas über Sie selbst. Dies wird niemand bezweifeln und ist eher banal. Jeder hat seine Lieblingsbeschäftigung und seine privaten Meinungen und Ansichten. Diese prallen oftmals aufeinander. Und dann geht es ums „Rechthaben“: Was ist richtig und falsch, was angemessen. Wieviel kann man dem anderen zumuten. Aus der Sicht der synergetischen Symmetriebrechung heißt dies aber: Wieviel subjektive „Wirklichkeit“ darf sichtbar werden? Verträgt dies der Andere? Welche Reaktionen ruft man dadurch hervor? Eine dynamische oder passive komplexe Interaktion geschieht...